Pura Raza Española ist der offizielle spanische Name für die Pferderasse, die historisch und international als Andalusisches Pferd bekannt ist. Es handelt sich um eine Benennung, die 1912 aus der englischen Bezeichnung purebred oder purebreed entstand.
Die Pferdezucht Cría Caballar, die von der Armee abhängig war, eröffnete das erste Register in Spanien und nahm darin arabische, reinrassige englische und anglo-arabische Pferde auf. Im Zuge dessen wurde beschlossen, auch die traditionell so genannten andalusischen Pferde als „Pura Raza Española“ zu registrieren. Diese wurde später mit dem PRE abgekürzt. Die Institution, die die PRE und ihre Züchter auf internationaler Ebene vertritt, ist die Asociación Nacional de Criadores de Caballos de Pura Raza Española (ANCCE) in Sevilla.
Die Wahl des Namens „Pura Raza Española“ statt „Andalusisches Pferd“ ist im Rahmen des Regenerationismus zu sehen, der in Spanien nach dem amerikanisch-spanischen Krieg vorherrschte. Einige Professoren aus Córdoba haben sich neuerlich dafür ausgesprochen, den historischen Namen der Rasse wiederherzustellen.
Der Ursprung
Der Ursprung des spanischen Pferdes ist nicht bekannt, aber es gibt Hinweise, dass es bereits in vorrömischer Zeit in Iberien Pferde gab. Römische Autoren wie Plutarch, Plinius der Ältere und Seneca beschreiben sie.
Mit der Schaffung einer königlichen Pferdeherde legte König Philipp II. von Spanien den Grundstein für die Pura Raza Española. Er gründete die Königlichen Ställe in Córdoba, in denen er die besten Hengste und Stuten aus den Provinzen am Guadalquivir zusammenführte. So entstand die Yeguada Real (das Königliche Gestüt), aus der später die Yeguada Nacional (das Nationale Gestüt) hervorging. Rassen wie der Lipizzaner, der Lusitano, der Paso Fino oder die mitteleuropäischen Warmblüter sind aus dem spanischen Pferd hervorgegangen.
Heute beläuft sich der Weltbestand PRE, die im Stutbuch eingetragen sind, auf ca. 180.000 Pferde. Sie werden in mehr als fünfzig Ländern gezüchtet. Bezeichnungen wie Andalusier oder Iberisches Pferd stehen nicht für PRE, sondern sind in der Regel Kreuzungspferde.
Cartujanos
Die Cartujanos (Kartäuserpferde) sind eine Familie innerhalb der reinen spanischen Rasse. Der Cartujano ist eine Zuchtlinie, die nach der Cartuja de la Defensión, einem Kartäuserkloster, in der spanischen Stadt Jerez de la Frontera benannt ist. Die Cartujanos tragen das hierro del bocado, den Kandarenbrand. Ihr Zuchtbuch ist eines der ältesten der Welt.



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