Die Dresdner Inventionen

Werde Teil eines Traums: Unterstütze die Wiederbelebung der Dresdner Inventionen – Reitkunst als kulturelles Erbe.

Hast du nicht auch schon einmal davon geträumt, etwas ganz Großes zu tun?

„Träume große Träume, denn nur sie können das Herz der Menschen begeistern.“ (Goethe)

Wir träumen – und zwar gemeinsam mit Dir. Wir träumen von einer neuen Dresdner Invention. Von Reitkunst, die mehr ist als Sport. Von einem lebendigen Kunstwerk, das Vergangenheit, Fantasie und Bewegung zu einem einzigartigen kulturellen Erlebnis vereint. Und wir laden Dich ein, Teil dieses Traums zu werden!

Die Dresdner Inventionen der Renaissance waren mehr als höfische Paraden. Sie waren lebendige Gesamtkunstwerke, in denen sich Reiter, Pferde, Kutschen und Fußgruppen zu einem bewegten Bild formierten. Antike Götter, Türkenzüge, allegorische Gestalten, Fantasiewesen – jede Invention stand unter einem Thema, jede Figur war Teil eines größeren, kunstvoll komponierten Ganzen. Und jeder konnte reiten, zeigte seine Pferde und brillierte.

Was in Neapel mit Triumphzügen begann, wurde in Dresden zur vollkommenen Synthese aus Reitkunst, Theater und Kultur. Die Reitenden trugen prachtvolle Kostüme: römisch, griechisch, orientalisch oder im Stil der Renaissance. Besonders kunstreich waren originelle Werke wie der „Reitende Bär“ oder die „Feurige Eule“ des berühmten Ringrennens von 1582.

Dresden – Wiege der Reitkunst als Kunstform

Was Dresden so einzigartig macht: Hier wurde Reitkunst zur Kunstform erhoben. Die Hohe Schule, wie sie ab dem 15. Jahrhundert in Italien entwickelt wurde, fand durch Kurfürst Moritz und seinen Bruder August ihren Weg an die Elbe. Mit ihnen kamen nicht nur die edlen Neapolitaner – Pferde, deren Abstammung auf die legendären persischen Nisäer zurückgeht – sondern auch Reitlehrer wie Carlo Theti aus Neapel, der das Wissen der aragonesischen Reitschule nach Sachsen brachte.

Unter seiner Anleitung wurden in Dresden eigene Reitparaden entwickelt – weitergedacht, erweitert, veredelt. Die Inventionen waren keine Kopien, sondern eine kreative Adaption, ein künstlerischer Ausdruck von Macht, Bildung und Ästhetik. Pferd und Reiter wurden in Dresden zu einem Gesamtkunstwerk.

Die ‚verkehrte Welt‘ der Dresdner Inventionen zeigen den Wolf, der den Jäger abführt.

Der Hintergrund: Die höfische Reitkultur in Dresden

Zwischen 1586 und 1588 ließ Kurfürst Christian I. mit dem Stallgebäude im Johanneum den frühesten öffentlich zugänglichen Museumsraum der Neuzeit errichten. Nicht weniger als das!

Es vereinte lebende, hoch ausgebildete Reitpferde, mit Waffen, Figurinen und Prunkschlitten in einem musealen Konzept. Der benachbarte Stallhof, Schauplatz der ersten Inventionen und der berühmten Ringrennen, gilt bis heute als älteste erhaltene Ringstechbahn der Welt. Mit ihrer Einweihung durch ein Ringstech-Turnier zu Pferd und eine Invention wurde die höfische Reitkultur in Deutschland institutionalisiert.

Die Reitkunst entwickelte sich zu einem repräsentativen Ausdruck höfischer Bildung, militärischer Disziplin und kultureller Selbstverwirklichung. Die Figuren der Hohen Schule wurden nicht nur im Training geübt, sondern gezielt bei den Inventionen öffentlich präsentiert. Auch der berühmte „Goldene Reiter“ hat hier seinen Ursprung: Seine Vorläuferstatue auf dem Pirnaischen Tor zeigte – zum ersten Mal in der Welt – Kurfürst Christian I. auf einem Pferd in Posata – einer Haltung der Hohen Schule – und geht auf eine Anregung Carlo Thetis zurück.

Jetzt liegt es an uns. Und an dir.

Wir wollen die Dresdner Inventionen neu zum Leben erwecken. Nicht als Kopie, sondern als würdige Weiterentwicklung im Geist der Renaissance.
Dazu brauchen wir dich – als Reiter:in, Künstler:in, Organisator:in, Forscher:in, Kostümschneider:in, Musiker:in oder einfach als begeisterte Unterstützer:in. Als Könner, Künstler oder einfach nur begeisterter Teilnehmer.

Hilf mit, Reitkunst wieder zu dem zu machen, was sie einst war: Kunst in Bewegung.
Werde Teil der neuen Invention – mache Geschichte lebendig.

Und Spass haben darfst Du natürlich auch!

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Lies das Buch zu den Inventionen und inspiriere Dich hier.

Lies mehr hier:

Dresdner Inventionen: The making of „Der Ziegenbock“

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